die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) begrüßt Sie ganz herzlich zum 23. Jahreskongress in München. Als GOTS-Kongresspräsident aus Österreich freut es mich ganz besonders, in diesem Jahr mit der Gestaltung des GOTS Kongresses beauftragt zu sein und ich möchte mich gleich zu Beginn bei allen, die zur Organisation dieses Kongresses ihren Beitrag geleistet haben, herzlich bedanken.
Auch in diesem Jahr war es unser besonderes Anliegen ein wissenschaftlich hochstehendes Programm mit praktischer Relevanz für die Sportmedizin des Bewegungsapparates zu erstellen.
‚Die Regenerative Medizin in der Sportmedizin’ als Programmschwerpunkt stellt ein sehr modernes biotechnologisches Thema in den Mittelpunkt, wobei neben experimentellen Ergebnissen auch konkrete klinische Erfahrungen berichtet werden, die den Stellenwert dieser Methoden vor allem in Knorpel- und Meniskusregeneration unterstreichen sollen. Der Paradigmenwechsel von der Reparatur zur Regeneration von Gewebestrukturen in der Behandlung sportmedizinischer Krankheitsbilder steht hier im Zentrum der Entwicklung. Die Themen ‚Sport mit Implantaten’ oder ‚Sport bei Behinderungen oder internistischen Erkrankungen’ versprechen neue Aspekte, die auch den praktisch tätigen Sportmediziner interessieren. Die Wirbelsäule als häufige Schmerzlokalisation bei sportlicher Betätigung erscheint immer ein relevantes sportmedizinisches Thema. Die Vielzahl der hochwertigen eingereichten Präsentationen erlaubten uns, über die Schwerpunktthemen hinaus regionenspezifische Vortragsblöcke zu gestalten, die neueste Ergebnisse in der Schulter-, Knie- und Sprunggelenksbehandlung vorstellen sowie allgemeine sportmedizinische Probleme thematisieren. Das Forum der Young Investigators vervollständigt das wissenschaftliche Angebot mit den neuen Erkenntnissen aus der aktuellen Forschung und soll auch unseren wissenschaftlichen Nachwuchs motivieren.
Ehrengast des heurigen Kongresses wird Dr. Bert Mandelbaum aus den USA sein. Er arbeitet am Santa Monica Sportmedical Center und ist mit der Betreuung vieler prominenter Sportler in den USA betraut. Er wird seine Erfahrungen in der Betreuung von Sportlern unter dem Titel „Taking care of the Athlete“ weitergeben, wobei wir sicher erwarten können, dass das amerikanische sportmedizinische Betreuungssystem und grundlegende Gedanken zur Prävention im Sport dargelegt werden.
Die GOTS hatte in diesem Jahr mit über 100 Einreichungen die höchste je erreichte Anzahl an Abstracts. Auf Grund dieser vielen Präsentationen wird der Kongress erstmals durchgehend mit Parallellsitzungen abgehalten, wodurch Sie entsprechend Ihrer Interessen auswählen können. Eine umfangreiche Posterausstellung komplettiert das Informationsangebot, wobei die besten Poster ausgezeichnet werden. Trotz des dichten Angebotes hoffen wir, die amikale Atmosphäre sowie die faire persönliche Diskussion auf hohem wissenschaftlichem Niveau aufrecht zu erhalten.
Die morgendlichen Instruktionskurse, Workshops, Symposien und Firmensatellitensymposien und das Forum Wettkampfmedizin runden den Kongress ab. Die medizinische Fachausstellung der Industrie gibt sicher einen guten Überblick der aktuellen medizinischen Produkte und erlaubt Ihnen direkte Kontakte und Gespräche mit Firmenvertretern. Dies ist einerseits wichtig für die Versorgung unserer Patienten, andererseits erlaubt erst die großzügige Unterstützung der Industrie die Durchführung solcher Kongresse.
Die Vergabe wissenschaftlicher Preise, die Ernennung des Sportarztes des Jahres sowie die GOTS Generalversammlung sind wichtige Höhepunkte des Kongresses.
Beim Gesellschaftsabend werden diesmal Klänge einer österreichischen Popgruppe den Abend begleiten, denn was wäre passender als Musik aus Österreich mitzubringen. Im Sinne der länderübergreifenden Ausrichtung der GOTS bietet der Abend im Seehaus im Englischen Garten eine hervorragende Gelegenheit zum persönlichen Gespräch in angenehmer Atmosphäre und auch die Möglichkeit für weitere freundschaftliche Kontakte.
Die GOTS hofft, auch diesmal ein interessantes Programm anbieten zu können, und wir freuen uns auf einen erfolgreichen Kongressverlauf.
Prof. Dr. med. Stefan Nehrer
Kongresspräsident